Unser hausgemachter Viez

Hier erfahren Sie alles, was sie über Viez und seine

Herstellung wissen sollten.

Eine Einführung auch für Nicht-Eifelaner Woher hat der Viez seinen Namen? Das Wort Viez stammt aus dem Lateinischen von vize also an Stelle von, so die gängigste Erklärung. Begründung: Viez diente dem Volk als Weinersatz. Einen Beleg dafür gibt es allerdings nicht. Auch das lateinische vetus wird als Ursprung angeführt. Es bedeutet übersetzt alt und würde damit einen Gegensatz zum mustum, dem jungen Most, darstellen. Der Sprachwissenschaftler Johannes Kramer spricht sich aber für das lateinische faex als Ursprung des Viez aus. Faex bezeichnete zunächst die Weinhefe, dann den aus Weinhefe mittels Aufguss hergestellten minderwertigen Wein, dann minderwertigen Wein allgemein und schließlich Obstwein. Kelter: Das Wort Kelter kommt vom lateinischen calcatorium = Fußtretung. Calcatorium (von calcare) bezeichnet das Behältnis, in welchem den Trauben durch Austreten mit den Füssen der Saft entzogen wurde. Grundsätzlich kann Viez aus jedem Apfel hergestellt werden. Je nach Sorte variiert aber der Geschmack. Während Tafeläpfel zwar angenehm im Verzehr sind, sind typische Mostäpfel säuerlicher, eher klein und haben harte Schalen. Verbreitet zur Viezherstellung in der Region Trier sind Holzäpfel wie beispielsweise der Porzenapfel sowie der rote und weiße Trierer Weinapfel. Reiner Birnenviez wird kaum noch produziert, ihm wird eine stark abführende Wirkung nachgesagt. Es gibt aber nach wie vor Viezproduzenten, die den Äpfeln einen Teil Birnen zusetzen. Die französische Bezeichnung für Apfelwein ist Cidre. Die moussierenden Apfelweine, vor allem aus der Normandie, werden aus verschiedenen Apfelsorten vergoren. In Hessen ist es der Äbbelwoi. Doch auch international gibt es diverse Varianten des Apfelweins. In Nordspanien, vor allem in Katalonien, wird er unter dem Namen Sidra gekeltert, im Baskenland heißt er Zagardua, in Großbritannien, den USA und Irland Cider. In Österreich und der Schweiz firmiert der vergorene Apfel- und Birnensaft wie in Teilen Süddeutschlands schlicht als Most. Gärung macht Traubensaft zu Wein oder Apfelmost zum Viez. Gärung ist ein biochemischer Prozess, bei dem Zucker angeregt durch Hefen in Alkohol umgewandelt wird. Je weniger Zucker im Most vorhanden ist, desto schneller läuft die Gärung. Beim Viez dauert sie zwischen drei und sechs Wochen. Im Herbst produzierter Most ist daher zumeist Ende November, Anfang Dezember trinkfertig. Während in Süddeutschland Most teilweise gleichbedeutend mit Apfelwein ist, ist mit Most in hiesigen Breiten das Ausgangsprodukt des Viezes gemeint, also der aus den Äpfeln gepresste Saft. Erst wenn der Most vergoren ist, wird er zum Viez. Der Zuckergehalt der bei der Viezherstellung verwendeten Äpfel bestimmt den Alkoholgehalt. Denn die Gärung des Viezes ist nichts anderes als Umwandlung von Zucker in Alkohol. Je weniger süß die Äpfel sind, desto schneller ist die Viez- Werdung im Herbst abgeschlossen. Im frisch gepressten Most liegt der Zuckergehalt zwischen 9 und 19 Gramm pro Liter (40 bis 80 Grad Oechsle), nach der Gärung bleiben noch zwei bis vier Gramm übrig - ein Grund, warum der Viez als für Diabetiker geeignetes Getränk gilt. Im Viez enthalten sind die Vitamine A, B1, B2 und C - daher gilt der Apfelwein als (vergleichsweise) gesundes Getränk. Der Anteil der Vitamine variiert von Apfelsorte zu Apfelsorte. Beim Hobby-Viez-Produzenten reichen die natürlichen Hefen im Apfel, um den Gärprozess in Gang zu setzen. Profi-Viez-Bauern setzen, genau wie Winzer, spezielle Hefen zu (im Weinbau gibt es über 100 verschiedene Arten), die die Gärung beschleunigen. Die Hefe setzt sich während der Gärung im Viezfass ab. Wenn der Viez vergoren ist, wird er „von der Hefe genommen“, die Hefe also aus dem Fass entfernt.

Die aktuelle

„Amtsinhaberin“ ist:

Julia I.

Und            alle            kamen:            die Ortsbürgermeister           aus           den Gemeinden    rund    ums    Pulvermaar, Vertreter           des           Gesundlands Vulkaneifel    sowie    zahlreiche    Gäste aus    Gillenfeld    und    Umgebung.    Sie alle   wollten   dabei   sein,   als   die   neue Viezkönigin     in     ihr    Amt     eingeführt wurde. Julia   I.   hat   die   Regentschaft   als   neue Viezkönigin         von         Michelle         I. übernommen.    Für    ein    Jahr    regiert nun    die    21-Jährige    aus    Mückeln    in der Region am Pulvermaar. Dass   dieser   in   der   Region   verliehen wird,    basiert    auf    der    Initiative    des Inhabers   des   Eifeler   Scheunencafés, Leo    Lenerz.        Auf    die    Idee    sei    er gekommen,        nachdem        er        im Trierischen       Volksfreund       gelesen hatte,        dass        in        Trier        eine Glühweinkönigin gesucht wurde. „Warum    dann    nicht    auch    hier    eine Viezkönigin?“,   fragte   sich   Lenerz,   da er    zudem    auf    dem    Gelände    des Scheunencafés   auch   noch   Apfelsaft und    Viez    herstellt.   Außerdem    habe man       damit       auch       eine       neue Vermarktungsstrategie     der     Region entwickelt.
Rund um den Viez

2014/ 2015

Sarah I.

Die Viezköniginnen der vergangenen Jahre:

2012/ 2013

Lisa I.

2011/ 2012

Sandra I.
Quelle: Lydia Vasiliou
Angebot Angebot

2016/ 2017

Pia I.

2015/ 2016

Ann-Christin I.

2017/ 2018

Michelle I.

2013/ 2014

Meike I.

2018/ 2019

Julia I.
Viez gilt als besonders kalorienarmes Getränk. Im Schnitt enthält ein Viertelliter 80 bis 100 Kalorien. Zum Vergleich: die gleiche Menge Pils schlägt mit 125 Kalorien zu Buche, ein Mosel-Kabinett mit 167.Gehört so etwas süßes wie Limonade oder gar Cola in den Viez? Puristen sagen „NEIN!“ und verziehen schon beim Viez-Sprudel missbilligend das Gesicht. Gerade bei jüngeren Genießern macht das Versüßen den Viez aber eigentlich erst trinkbar. Prognose: Ähnlich wie beim hessischen Äbbelwoi, wo heute schon diverse Säfte unter den Wein gemixt werden, wird auch der Viez in immer mehr Varianten angeboten und verköstigt. Oechsle: In Grad Oechsle wird das Mostgewicht gemessen, das ist der Anteil der gelösten Stoffe im Most, hauptsächlich des Zuckers. Ein mittlerer Weinjahrgang hat 70 bis 80 Grad Oechsle. Beim Viez liegt das Mostgewicht zwischen 40 und 70 Grad Oechsle. Für die Viezzubereitung ist der richtige Reifezeitpunkt der Äpfel entscheidend. Runter vom Baum müssen sie, wenn sie vollreif sind. Das kann je nach Sorte zwischen August und Oktober sein. Reif sind sie, wenn die ersten Äpfel vom Baum fallen, sich die übrigen leicht vom Baum schütteln lassen und sie noch nicht überreif sind. Verschaffen Sie sich Ihren eigenen Eindruck und probieren Sie unseren hausgemachten Viez in der gewünschten (Mix-)Variante Ihrer Wahl! Wir freuen uns auf Ihren/ Euren Besuch!